REISEN WIE VOR 100 Jahren

Unser Zug

Unser Zug ist das Herz der Nettetalbahn – hier erfahren Sie mehr über seine Geschichte und seine besonderen Fahrzeuge.


Barwagen und erste Klasse

Der Barwagen ist das Herzstück unseres Zuges. Hier bietet ihnen unser freundliches Barwargenpersonal ein buntes Angebot an heißen und kalten Getränken, leckerem Kuchen und je nach Saison einer heißen Erbsensuppe. Das Angebot variiert von Fahrt zu Fahrt. 


Neben dem Barwagen ist das 1. Klasse Abteil. Machen sie es sich in den gemütlichen Sitzen gemütlich und genießen Sie bei einem Heißgetränk den Blick aus dem Fenster in die vorbeiziehende Landschaft.




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Sitzwagen, 3. Klasse mit Polstersitzen

In der "modernisierten" Donnerbüchse "83 649 Ffm" sitzt ihr auf gemütlich gepolsterten Bänken. Der Wagen wurde in den 50er Jahren modernisiert, hat zwei Großraumabteile mit 6er und 4er Sitzgruppen sowie einer Toilette. Bei schönem Wetter laden Stehplätze auf den Plattformen ein.

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Sitzwagen, 3. Klasse mit Holzsitzen

Die Donnerbüchse "84 083 Esn" hat die originale Inneneinrichtung von 1928. Die ergonomisch geformten Holzbänke und geknüpfte Gepäcknetze versetzen euch gut 100 Jahre zurück in die Vergangenheit. Der Wagen hat zwei Großraumabteile mit 6er und 4er Sitzgruppen, die durch Trennwände voneinander unterteilt sind. Eine Toilette ist ebenfalls vorhanden. Meistens läuft der Wagen in Richtung Derneburg am Zugschluss, dass auf der letzten Plattform der Blick auf die Strecke möglich ist.

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Gepäckwagen

Der Gepäckwagen Pwi 117 503 bietet Stauraum für große Gepäckstücke wie Kinderwagen oder Fahrräder. Vom Zugführer-Abteil aus hat man durch die oberen Fenster den Blick über den ganzen Zug.

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Unsere Loks im Einsatz

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Unser Zug – Vom Abteilwagen zur Donnerbüchse

Die ersten Eisenbahnwagen des 19. Jahrhunderts erinnerten noch stark an Postkutschen: hölzerne Aufbauten auf einfachen Fahrgestellen mit voneinander getrennten Abteilen

Reisezugwagen

. Mit steigenden Fahrgastzahlen, höheren Geschwindigkeiten und wachsenden Sicherheitsanforderungen entwickelte sich die Bauweise stetig weiter. Beleuchtung, Heizung und Bremsen wurden verbessert, doch die Konstruktionen blieben lange vom Holzbau geprägt.

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte bei der Deutschen Reichsbahn ein grundlegender Wandel ein. Ziel war eine einheitliche, robuste und wirtschaftliche Bauart. Ab 1923 entstanden die sogenannten Einheits-Personenwagen in genieteter Ganzstahlbauweise

Reisezugwagen

. Seitenwände und Dach waren nun tragende Elemente – der Wagenkasten bildete eine stabile Einheit.

Die zwischen 1923 und 1930 in großer Stückzahl gebauten zweiachsigen Wagen wurden wegen ihres dröhnenden Laufgeräusches bald „Donnerbüchsen“ genannt

Reisezugwagen.

Typische Merkmale dieser Bauart sind:

  • genieteter Stahlaufbau
  • rund 14 Meter Länge bei 8,5 m Achsstand
  • Tonnendach mit charakteristischen Lüftern
  • offene oder später geschlossene Bühnen an den Stirnseiten
  • klar gegliederte Seitenwände mit regelmäßig angeordneten Fenstern

Unsere Wagen aus dem Jahr 1928 gehören zu dieser Bauart. Sie stehen für den Übergang vom klassischen Abteilwagen zum modernen Stahlwagen und prägten über Jahrzehnte den Nah- und Nebenbahnverkehr in Deutschland.

In den 1930er-Jahren folgten weitere Entwicklungen wie geschweißte Konstruktionen, leichtere Bauweisen und schließlich die vierachsigen Eilzugwagen. Doch die Donnerbüchse blieb das Sinnbild des robusten Nebenbahnwagens – zweckmäßig, langlebig und unverwechselbar im Klang.

Mit ihr wird Eisenbahngeschichte im Nettetal bis heute lebendig.